Welt im Wandel

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20. August 2012

Wildnis folgt auf Ackerbau

Wildnis folgt auf Ackerbau

Grosse Veränderungen sind notwendig, um eine gut gepflegte Kulturlandschaft in weniger als fünfzig Jahren in eine undurchdringliche Wildnis zu verwandeln. Schuld daran ist die nach 1950 begonnene Abwanderung der Bauern. Die verlockenden Angebote aus dem Ausland waren zu gut, und es war ein leichtes, deswegen die mühsame Bewirtschaftung der kleinen Äcker aufzugeben. Zuerst lockte Nordamerika, dann Australien, gefolgt von Europa und Athen. Zwischen 1962 und 1972 verliessen fast ein Drittel der Bewohner die Dörfer der Insel Lefkas. Ich schätze, dass dadurch über 75% der einst bebauten Ackerfläche verloren ging. Die wenigen Jungen, die noch auf der Insel aufwuchsen, fanden Beschäftigung im Tourismus, Bausektor oder Handel. Zwar wurden die Olivenhaine mit Neupflanzungen erweitert, deren Pflege jedoch meistens vernachlässigt.

© Foto und Text: Fritz Berger